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Entdecken Sie, wie Sie Flora, Fauna und Lebensräume schützen, erhalten und fördern können. Klicken Sie auf die Fragen, um mehr zu erfahren.
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Die Biodiversität in der Schweiz ist aktuell in einem schlechten Zustand und weiter gefährdet. Trotz zahlreicher Schutz- und Fördermassnahmen nimmt die Vielfalt der Lebensräume, Arten und genetischen Ressourcen insgesamt ab.
Ein Drittel aller Arten gilt als gefährdet.
Etwa die Hälfte der Lebensraumtypen — also z. B. Wiesen, Feuchtgebiete oder Auenlandschaften — ist bedroht.
Der Rückgang betrifft alle Ebenen der Biodiversität: Lebensräume, Arten und genetische Vielfalt.
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Biodiversität im Siedlungsraum ist wichtig, weil sie Lebensräume für Tiere und Pflanzen schafft und gleichzeitig die Lebensqualität der Menschen erhöht. Naturnahe Grünflächen verbessern das Klima, fördern die Erholung und machen Städte widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels.
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Die Biodiversität auf dem Firmenareal kann durch naturnahe Grünflächen gefördert werden, zum Beispiel durch artenreiche Wiesen statt Rasen, heimische Pflanzen, Hecken und Bäume. Zusätzlich helfen Insektenhotels, Nistkästen, begrünte Dächer oder Fassaden sowie entsiegelte Flächen. Wichtig ist ausserdem eine ökologische Pflege ohne Pestizide und angepassten Mähregime.
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Grundsätzlich eignen sich viele Flächen im Siedlungsraum für die Biodiversitätsförderung. Dazu zählen Grünflächen wie Rasen, Böschungen, Randstreifen und Hecken. Auch wenig genutzte Flächen wie Parkplätze mit Randzonen, Dachflächen, Fassaden, Verkehrsinseln sowie Regenrückhaltebecken bieten grosses Potenzial. Entscheidend ist, dass Flächen naturnah gestaltet und extensiv gepflegt werden.
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Eine Gemeinde kann die Biodiversität fördern, indem sie öffentliche Grünflächen naturnah gestaltet, heimische Pflanzen verwendet und auf Pestizide verzichtet. Zudem kann sie Dächer und Fassaden begrünen, Flächen entsiegeln und ökologische Pflegekonzepte umsetzen. Dabei kann die Erfassung der Naturwerte sowie die Erstellung eines Biodiversitätskonzeptes helfen, gezielt Defizite aufzudecken und alle Arbeitsbereiche einer Gemeinde anzusprechen.
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Die ideale Grösse eines Schulgartens hängt von Alter der Schülerinnen und Schüler, Klassengrösse und Nutzung ab. Als Richtwert gelten 20–30 m² pro Klasse für einfaches Gärtnern. Für einen vielseitigen Schulgarten mit Beeten, Naturflächen und Aufenthaltsbereichen sind 100–300 m² gut geeignet. Wichtig ist weniger die Grösse als eine gute Struktur, einfache Pflege und eine regelmässige Nutzung im Unterricht. Sehr kleine Gärten können auch aus Hochbeeten gestaltet werden.
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Fachgutachten zu Flora und Fauna sind notwendig, wenn ein Bauvorhaben geschützte Arten, wertvolle Lebensräume oder ökologisch sensible Gebiete beeinträchtigen könnte. Typische Projekte sind:
Strassen- und Infrastrukturprojekte
Industrie- oder Gewerbeanlagen
Eingriffe in Naturschutzgebiete, Wälder oder Gewässer
Die Gutachten (ungeachtet der Grösse des Bauvorhabens) helfen den Behörden, die ökologischen Folgen abzuschätzen und Schutz- oder Ersatzmassnahmen festzulegen, um Flora, Fauna und Lebensräume zu erhalten.